Israel & Naher Osten

Agentur-F
Referate, Analysen und Exkursionen zum Thema Naher Osten

ISRAEL

Reisedatum

DONNERSTAG 20. APRIL BIS SAMSTAG 29. APRIL 2023

Was kostet das Gesamtarrangement?

Die 10 Tage dauernde Rundreise kostet CHF 2’900.– pro Person.

Im Preis inbegriffen:

  • Linienflug mit EL-AL von Zürich nach Tel-Aviv und wieder zurück
  • Flughafentaxen
  • alle Hotelübernachtungen in Hotels gehobener Mittelklasse, Halbpension mit Frühstück und Abendessen
  • alle erwähnten Transporte und Eintritte
  • Trinkgelder in Hotels, Restaurants, Fahrer und lokale Guides
  • 10 Tage Reisebegleitung durch Adrian und Faustus Furrer   

Nicht inbegriffen:

  • An-und Rückreise auf den Flughafen Zürich-Kloten
  • die Mittagessen
  • persönliche Auslagen und Geschenke
  • Annullationsversicherung

Einige ganz persönliche Vorbemerkungen

Das Motto der Reise lautet «Israel verstehen».

Meine erste Reise nach Israel trat ich im Frühling 1972 an. In der Zwischenzeit sind jetzt genau 50 Jahre vergangen. Auch für mich gilt die Wahrheit «Alles hat seine Zeit». Vieles, was vor 50 Jahren noch möglich war, ist heute nicht mehr denkbar. Diese Entwicklung stimmt mich oft sehr nachdenklich.

Nicht zuletzt auch aus gesundheitlichen Gründen werde ich deshalb im November voraussichtlich meine letzte Gruppen Israelreise durchführen. Dabei werde ich von meinem ältesten Sohn Adrian begleitet, der selbst eine Vielzahl von Israelreisen durchgeführt hat. Gemeinsam wollen wir noch einmal die für mich eindrücklichsten Orte Israels besuchen. Es soll eine unvergessliche Reise werden.

Reisebeschrieb

Als ehemaliger Verteidigungsattaché der Schweiz für Israel bin ich mit seiner Geschichte vertraut. Auch diese November-Reise soll uns einen differenzierten und vielschichtigen Einblick in die heutigen sicherheits- und militärpolitischen Verhältnisse Israels geben.

Prominent Platz wird auch der Geschichte Israels nach der Staatsgründung, den verschiedenen Kriegen und den Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament eingeräumt. Selbstverständlich besuchen wir auch wichtige kulturelle, historische und religiöse Stätten mit ihren bekannten biblischen Geschichten. Persönliche Kontakte mit Israeli und Palästinensern vor Ort sollen uns ermöglichen, ihr Denken und ihre Sicht der Dinge zumindest ein wenig verstehen zu können.

Wir werden während der ganzen Dauer unserer Reise mit demselben Fahrer und Bus unterwegs sein. Die Hotelstandorte sind so gewählt, dass wir keine unnützen Fahrten absolvieren werden. Dadurch, dass wir mehrere Nächte im selben Hotel bleiben, kehrt auch eine gewisse Ruhe in die Reise ein. Mehrheitlich werden wir morgens zwischen 08:30 und 09:00 das Hotel verlassen und werde abends zwischen 17:00 und 17:30 wieder «zu Hause» sein. Der Abend ist grundsätzlich ohne Programm.

Die unterstehenden Tagesabläufe werden durch Adrian und mich je nach Entwicklung der Lage in Israel noch angepasst und korrigiert.

Montag, 14. November: Linienflug mit ELAL ab Zürich, Ankunft in Tel Aviv um ca. 17:00. Anschliessend Fahrt mit Bus in unser Hotel an der Promenade von Tel Aviv. Nachtessen im Hotel. Freiwillig: Spaziergang in den neuen Hafen von Tel Aviv. Hotel Herods, Tel Aviv

Dienstag, 15. November: Wir starten den Tag mit der Besichtigung der wichtigsten Stätten von Jaffa. Jaffa war für alle Eroberer und Herrscher von zentraler Bedeutung. In Jaffa waren Sie alle: Die Pharaonen, die Könige David und Salomo, die Kreuzritter, Napoleon und viele, viele andere. Wir spazieren von Jaffa zum alten Bahnhof von Tel Aviv und beschäftigen uns mit den Schweizer Spuren im Heiligen Land, speziell mit Johannes Frutiger. Johannes Frutiger war der bedeutendste Bankier in Palästina und massgeblich am Bau der ersten Eisenbahnlinie von Joppe nach Jerusalem im Jahre 1892 beteiligt. Die Schweizer Jakob Frutiger und Samuel Gobbat prägten Ende des 19. Jh. die Geschichte von Palästina nachhaltig. Nach dem Besuch der ersten jüdischen Stadt-Siedlung Neve Tzedek besteht die Möglichkeit für ein Bad im Mittelmeer. Optional anstelle von Baden im Meer: Kurze Führung mit Adrian auf dem Karmel-Markt in Tel Aviv inkl. Besichtigung der Street-Art Kunst in diesem Viertel und ein Spaziergang durch die Bauhaus-Häuser in Tel Aviv. Gemeinsames Nachtessen in einem arabischen Restaurant in Tel Aviv. Hotel Herods, Tel Aviv.

Mittwoch, 16. November: Wir fahren in die von Herodes dem Grossen erbaute, prächtige Hafenstadt Cäsarea am Mittelmeer. Nach einer Besichtigung unter der Leitung von Naomie Lehmann fahren wir nach Haifa. Wir geniessen einen Lunch auf dem Karmel und überblicken dabei auf einmalige Weise die Hafenstadt Haifa inkl. den weltbekannten Bahai-Gärten. Haifa ist eine wichtige Hafenstadt und ein Ankerplatz für die israelischen U-Boote. Zusammen mit Naomie geht es weiter Richtung Akko, wo wir eine der bedeutendsten Kreuzritterfestungen besuchen. Akko ist eine israelisch-arabische Stadt und entsprechend ist der orientalische Einfluss spürbar. Nach einer Fahrt von etwas mehr als einer Stunde erreichen wir dann gegen Abend unser Hotel am See Genezareth. Wir übernachten im geschichtsträchtigen Ort Magdala, ganz in der Nähe von Tiberias, direkt am See. Von hier stammt die weltbekannte Person Maria (von) Magdalena. Hotel Magdala, Tiberias.

Donnerstag, 17. November: Dieser Tag gehört den biblischen Orten rund um den See Genezareth. Wir fahren für einmal etwas früher weg, um den Tag mit einer Bootsfahrt auf dem See Genezareth zu beginnen. Weitere Stationen werden sein: Berg der Seligpreisung, Kapernaum, Brotvermehrungs- und Primatkirche am See. Für den Lunch fahren wir in die Asaf-Vinery. Wir geniessen einen ausgiebigen Lunch und den Ausblick auf den See Genezareth. Auf dem Rückweg ins Hotel besuchen wir einen wunderschönen Gewürzshop und decken uns mit orientalischen Gewürzen ein. Hotel Magdala, Tiberias. 

Freitag, 18. November: Heute beschäftigen wir uns mit der aktuellen Politik. Am späten Nachmittag beginnt der Sabbat. Das bedeutet für unsere Kontaktperson an der Grenze zum Libanon dann strikte Ruhe. Deshalb müssen wir rechtzeitig losfahren. Direkt am Grenzzaun zum Libanon werden wir von Daniel Däster begrüsst. Daniel informiert uns über die politische Situation und das Leben im Kibbutz «Malkia» Daniel ist ein langjähriger Bekannter von uns. Wir fahren vom Kibbutz Malika weiter auf den Golan. An der Jordanquelle Cäsarea Philippi legen wir einen kurzen Stopp ein. Auf dem Golan leben heute auch Drusen, eine eigene Volksgruppe in Israel. Wir besuchen Dunjia, eine Drusin. Sie wird uns die Welt der Drusen näherbringen und uns einen fantastischen drusischen Tee zubereiten. Der Golan war und ist bis heute ein umkämpftes und umstrittenes Grenzgebiet. Im Tal der Tränen erhalten wir ein ausführliches Geländebriefing von Faustus. Wir schliessen unseren Tag auf dem Mount Bental ab und blicken von diesem vulkanischen Berg auf die Grenzregion Israel / Syrien. Rückkehr ins Hotel. Hotel Magdala, Tiberias.

Samstag, 19. November: Bevor wir den See Genezareth verlassen, besuchen wir kurz das Grab von Rabbi Rambam. Rambam ist für orthodoxe Juden wohl der grösste Gelehrte. Unsere Fahrt geht durch’s Jordantal und die Westbank Richtung Totes Meer. Wir legen am Jordan-Tal Gedenkmal einen Stopp ein. Das Denkmal ist einer der wenigen Aussichtspunkte im Jordantal. Von hier sieht man auf jordanischer Seite das Moav-Gebirge sowie die nahe Ebene des Jordanflusses. Faustus und Adrian geben ein Geländebriefing. Wir fahren weiter nach Jericho und besuchen dort Mohammed und seine Familie. Wir geniessen einen arabischen Kaffee und erhalten Einblick in das Leben einer „normalen palästinensischen“ Familie. Nach einem kurzen Abstecher ins Zentrum von Jericho besuchen wir die Taufstelle von Jesus am Jordan und fahren dann weiter in die Wüstenoase Ein Gedi. Es ist für mich der schönste Ort am Toten Meer. Wir machen eine kurze Wanderung in Ein Gedi und bestaunen die Wüste Judäa. Wir fahren weiter nach Ein Bokek und beziehen dort unser Hotel. Wer Lust hat, kann den hauseigenen Strand am Toten Meer aufsuchen und ein Bad geniessen. Gemeinsames Essen im Hotel.

Sonntag, 20. November: Unmittelbar nach dem Frühstück fahren wir mit der Seilbahn hinauf zu der von Herodes erbauten Felsenfestung Massada. Massada gilt als das Rütli der Israeli. Danach verlassen wir den tiefsten Punkt der Welt und fahren nach Betanien, in der Westbank, südöstlich von Jerusalem. Hier wohnten Lazarus, Maria und Martha. Wir fahren weiter nach Bethlehem. Wir besuchen die Hirtenfelder und anschliessend die Geburtskirche in Bethlehem. Wir verlassen nun die sogenannte Westbank und fahren nach Jerusalem. Unterwegs besuchen wir das Grab von Rahel. Es gibt wohl keinen Ort in Israel, welcher Geschichte, Politik und die Probleme in Israel so verständlich macht, wie diese von Mauern umgebene Grabstätte! Nach wenigen Minuten Fahrzeit sind wir bereits in Israel. Von der sogenannten «Haas-Promenade» aus erhalten wir einen ersten Überblick über diese einmalige Stadt! Wir beziehen unser Hotel. Hotel Mount Zion. 

Montag, 21. November: Wir starten den Tag mit einem Besuch des Yehuda Marktes in Jerusalem. Wir genießen die Düfte, das emsige Treiben und das Flair des größten Marktes von Israel. Anschliessend fahren wir auf den Ölberg und spazieren dann via der Dominus-Flevit-Kirche an den Garten Gethsemane. Nun tauchen wir in die Altstadt von Jerusalem ein! Wir schreiten durch das Löwentor in das arabische Viertel der Altstadt. Weitere Stationen werden sein: Teich Bethesda, Via Dolorosa, Burg Antonia von Pontius Pilatus, Austrian Hospiz, Grabeskirche. In der Grabeskirche beenden wir unsere Besichtigung. Nun steht Shopping und freie Zeit in der Altstadt von Jerusalem auf dem Programm. Am Abend besuchen uns Moshe und Yaron Gabay. Gabay’s sind langjährige Freunde unserer Familie. 

Dienstag, 22. November: Nach dem Frühstück fahren/spazieren wir zum Zionstor. Weitere Stationen sind: Abendmahlssaal, jüdisches Viertel und christliches- armenisches Viertel. Wir spazieren via Hurva-Synagoge durch den Cardo zum Jaffa-Tor. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung und soll auch Gelegenheit bieten, sich noch mit kleinen Geschenken einzudecken. Wer möchte, kann individuell die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen. Wir möchten die Reise mit einem Höhepunkt abschliessen: Gegen Abend besuchen wir gemeinsam die Kottel-Tunnels und die Klagemauer. Die Klagemauer in Jerusalem ist Zentrum des jüdischen Glaubens. Die Kottel-Tunnels führen uns rund 12 Meter unter dem heutigen Jerusalem entlang der alten Mauer durch die Geschichte dieses Ortes. Rückkehr ins Hotel, Abendessen im Hotel. 

Mittwoch, 23. November: Wer möchte kann am morgen früh mit Adrian (07.30 Uhr) den Tempelberg besichtigen. Rückkehr ins Hotel, gemeinsames Frühstück. Wir schliessen unsere Reise gemeinsam am Gartengrab und mit einem Spaziergang durch das Mea Shearim ab. Das Mea Shearim ist das ultraorthodoxe Viertel in Jerusalem. Hier begegnen wir, wie zu Reisebeginn in Tel Aviv, wieder Schweizer Spuren: der Architekt Conrad Schick war an der Gründung und Planung von Mea Shearim beteiligt, eine der ersten Siedlungen in Jerusalem, die ab 1874 außerhalb der Mauern der Altstadt angelegt wurde. Dies in enger Zusammenarbeit mit der Basler Mission. Wir tauchen hier nochmals tief in die jüdische Welt ein. Danach statten wir der Knesset von aussen einen Besuch ab, bevor wir dann zum Flughafen fahren.

Eindrücke aus den letzten Reisen